FAQs zu „Schule als Staat“

  1. Wann findet das Projekt „Schule als Staat“ statt?

Das Projekt „Schule als Staat“ startet am Donnerstag, dem 16. Juli 2015. Dieser Tag dient insbesondere der Vorbereitung der Arbeit in den Projekten (Betrieben und Behörden) und der Eröffnung des Staates. Am Freitag, Montag und Dienstag (17., 20., 21. Juli 2015) arbeiten und leben die Bürger von Müttelerde im Staat.

  1. Wer macht beim Projekt mit?

Das Projekt ist eine Schulveranstaltung und findet für alle Schüler und Lehrer des UEGs statt. Alle Teilnehmenden werden zu Bürgern von Müttelerde.

Obwohl Lehrer und Schüler im Staatsleben prinzipiell gleichberechtigt sind (So kann z.B. auch ein Lehrer ein Angestellter eines Schülers sein, der einen Betrieb leitet), übernehmen die Lehrer grundsätzlich die Aufsichtspflicht.

Eine Sonderrolle nehmen die Jahrgänge 5 und 6 ein. Im Jahrgang 5 verbleiben die Klassen im Klassenverbund und gründen ein oder mehrere Unternehmen in Zusammenarbeit mit mindestens einem Lehrer. Im Normalfall ist das der Klassenlehrer, der jedoch nicht automatisch die Betriebsleitung übernehmen muss. Im Jahrgang 6 werden klassenübergreifende, jedoch jahrgangsinterne Betriebe angeboten. Auch hier sollen die Klassenlehrer Hilfestellung leisten.

  1. Wie sieht ein Tag für mich im Staat aus?

Der Staat Müttelerde ist für eine begrenzte Zeit am Tag geöffnet. Von 7:45 – 13:05 Uhr besteht Aufenthaltspflicht im Staat. Alle Bürger haben die Möglichkeit, ihrer Arbeit nachzugehen, aber auch Freizeit im Staat zu verbringen. Dabei muss mindestens die Hälfte der Zeit im Staat gearbeitet werden. Ein Großteil der Bürger arbeitet entweder selbstständig bzw. als Angestellte in Betrieben oder als Beschäftigte des Staates. Wer zu welcher Zeit arbeitet, legt der jeweilige Betriebsleiter/Behördenleiter in Rücksprache mit seinen Angestellten fest. Die freie Zeit dient dazu, die vielfältigen Dienstleistungen und Produkte der Betriebe in Anspruch zu nehmen. So kann z.B. im Café gefrühstückt werden, danach könnte man ins Fitnessstudio gehen oder sich ein Konzert anhören.

  1. Wo arbeite ich? Welche Aufgabe habe ich?

Viele Bürger arbeiten entweder in leitender oder angestellter Position in privaten Betrieben. Darüber hinaus beschäftigt der Staat Beamte in staatlichen Betrieben oder Behörden, die für den reibungslosen Ablauf des Staatslebens verantwortlich sind (z.B. in der Staatsbank, bei der Polizei oder im Gericht). Nach der Genehmigung der Betriebe im Juni erfolgt die Klärung, wo die jeweiligen Bürger arbeiten werden. Jeder Bürger kann, wenn er nicht schon selbst einen Betrieb gegründet hat, mitteilen, wo er gerne arbeiten möchte. Eine Zuteilung wird jedoch erst dann erfolgen, wenn eine ausreichende Anzahl an Betrieben vorhanden ist, die genehmigt wurden.

Welche Aufgabe jeder einzelne Bürger in den Betrieben/Behörden hat, muss in Abstimmung mit den Betriebsleitern bzw. Behördenleitern geklärt werden.

Neben der Arbeit und Freizeit im Staat werden einige Bürger auch politische Aufgaben im Staat wahrnehmen. So gibt es z.B. Parlaments- oder Fraktionssitzungen.

  1. Was passiert, wenn ich nicht arbeite?

Jeder Betriebsleiter/Behördenleiter überprüft morgens die Anwesenheit im Staat und hat die Aufgabe, die fehlenden Bürger dem Organisationsteam mitzuteilen. Weigert sich jemand, der vereinbarten Tätigkeit nachzugehen, hat der Betriebsleiter die Möglichkeit, den Fall vor das Gericht zu bringen. Im besten Falle kann geschlichtet werden. Fristlose Kündigungen sind nicht möglich.

  1. Was passiert, wenn mein Betrieb pleitegeht?

Wenn ein Betrieb wirtschaftliche Probleme hat, kann er sich an die Unternehmensberatung wenden, die Hilfestellung gibt. Hilft auch das nicht und die Betriebsleitung muss Insolvenz anmelden, erfolgt dies beim Gericht. Sobald der Insolvenzantrag geprüft und diesem stattgegeben worden ist, leitet das Gericht die arbeitslosen Bürger an das Arbeitsamt weiter. Hier können die Bürger einen neuen Job bekommen.

  1. Kann ich den Arbeitsplatz wechseln?

Ein Arbeitsplatzwechsel kann nur in Notfällen erfolgen. Für diese Fälle ist das Arbeitsamt verantwortlich.

  1. Mit welcher Währung wird im Staat gezahlt?

Es gibt keine eigene Währung im Staat „Müttelerde“. Als gemeinsame Währung dient der Euro.

  1. Was ist die zentrale Staatsbank?

Die zentrale Staatsbank lenkt den Finanzfluss im Staat. Sie vergibt Kredite (so z.B. auch das Startkapital von Betrieben) und bestimmt die Modalitäten der Rückzahlung. Darüber hinaus übernimmt sie die Aufgaben des Finanzamtes.

  1. Was ist das zentrale Warenlager?

Im zentralen Warenlager werden alle Waren, die im Staat gebraucht werden, organisiert und ausgegeben. Auf Bestellung oder Anforderung werden Waren für die Betriebe bereitgestellt, welche zur Produktion benötigt werden. Die Mitarbeiter des zentralen Warenlagers besorgen die bestellten Waren, organisieren die Lagerung/Ausgabe und regeln die Bezahlung.

Es ist jedoch auch möglich, Waren selbstständig mitzubringen.

  1. Was kostet die Projektwoche? Wie werden die Betriebe finanziert?

Jeder Schüler zahlt für die Projektwoche 5,- Euro in die Staatskasse ein. Aus diesem Kapital vergibt die Staatsbank für die Betriebe ein Startkapital als Kredit, der am Ende an die Staatsbank zurückgezahlt werden muss. Am Ende eines Tages erstellen die Betriebe eine „Bilanz“, in der Wareneinsatz, Umsatz und Gewinn aufgelistet sind.

Die 5,- Euro pro Schüler dienen letztendlich dazu, die Kosten der Projektwoche zu decken.

  1. Was passiert mit dem Gewinn aus den Betrieben?

Etwaige Überschüsse aus den Betrieben werden zur Hälfte einer wohltätigen Organisation gespendet. Die andere Hälfte wird in ein Projekt unserer Schule investiert. Über die genaue Verwendung soll nach Vorschlag aus dem Seminarfach/Organisationsteam auf einer Gesamtkonferenz entschieden werden.

  1. Welche Aufgaben haben der Staatspräsident, die Regierung, das Parlament und die Parteien?

Die einzelnen Aufgaben der jeweiligen politischen Organisationen können der Verfassung des Staates „Müttelerde“ entnommen werden:

Hier geht es zur Verfassung des Staates

  1. Wie kann eine Vernetzung der Projekte gelingen?

Ein wesentlicher Grundgedanke des Projektes „Schule als Staat“ besteht in der Verdeutlichung der Vernetzung von Politik, Wirtschaft und Kultur. Diese Vernetzung wird innerhalb des Staatslebens deutlich. Hier kommt ein Beispiel:

Im Staat soll es auch ein Standesamt geben. Das Standesamt bringt frisch oder länger Verliebte unter die Haube. Wer Lust hat, kann an den Staatstagen eine Ehe auf Zeit eingehen. Dazu braucht man neben den Standesbeamten jedoch auch weitere Personen und Betriebe, um eine Hochzeit zu organisieren. Im Vorfeld müssen vielleicht Einladungen verschickt werden, natürlich über die frisch gegründete Post. Darüber hinaus besteht eventuell der Bedarf nach passender Kleidung. Da kann sicherlich ein Bekleidungsgeschäft (Second-Hand?) oder eine Schneiderei im Schulstaat helfen. Auch ein Friseurbesuch ist manchmal gewünscht. Natürlich dürfen die Trauzeugen und ein Ehering nicht fehlen. Für Letzteres bietet sich als Geschäftsidee ein Schmuckgeschäft im Staat an. Ein Fotograf, der Angestellte eines Fotostudios ist, kann beauftragt werden, um diesen schönen Moment festhalten und um eventuell ein (digitales) Fotoalbum zu erstellen. Schließlich ist eine musikalische Begleitung der Hochzeit für viele Staatsbürger ein Muss. Also sollte man eine Band oder einzelne Musiker beauftragen. Dann könnte die Hochzeitsgesellschaft auch den Wunsch haben, ein Hochzeitsessen zu bestellen, natürlich von einem der vorhandenen Betriebe im Schulstaat. So wird die Hochzeit zu einer Veranstaltung, die Einfluss auf verschiedene Projekte nimmt.

 

  1. Dürfen auch externe Besucher nach Müttelerde kommen?

Natürlich sind Besucher (Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, …) gern gesehene Gäste im Staat. Sie sind herzlich willkommen – nicht zuletzt zur Förderung des wirtschaftlichen Kreislaufes.

 

  1. Wie bekomme ich weitere Informationen? Wer kann mir helfen, wenn ich Fragen habe?

Grundsätzliche Informationen bekommt man vor allem mit Hilfe der Homepage zum Projekt:

http://www.muettelerde.de/ und der Stellwand im Foyer.

Darüber hinaus werden wesentliche Informationen per Mail über ISERV verschickt.

Ist es einmal notwendig, detailliertere Antworten zu bekommen, kann man seine Anfragen über das Kontaktformular auf der Homepage loswerden:

http://www.muettelerde.de/kontaktformular/ .

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